Licht im Hühnerstall

Beleuchtung im Hühnerstall, Licht, Hühnerlicht
  

Licht im Hühnerstall hat folgende Vorteile:

  • die Hühner legen mehr Eier – auch im Winter  
  • scheint den Hühnern zu taugen 

Die Wintermonate können für den Frühstückseierfan eine harte Zeit werden. Die einen Hühner sind in der Mauser, die anderen alt und wieder andere legen einfach im Winter nicht mehr, weil es ihnen zu kalt ist. Dabei ist es angeblich nicht die Kälte, sondern die kurze Tageslänge mit Tageslicht. Kommerzielle Hühnerbauern beleuchten Ihre Ställe meist 14:00 h am Tag – da geht’s um 5:00 Uhr morgens an die Arbeit und um 19:00 Uhr abends geht das Licht im Stall aus.

Als Hobbyhühnerhalter war mir das mit der Lichtsteuerung am Anfang etwas zu viel Aufwand bzw. hatte ich das Gefühl hier ein wenig zu viel in die Natur einzugreifen. Das sehe ich inzwischen anders und habe hier jetzt mal einen Versuch gestartet. In der Legebatteriehaltung wurden teilweise aus 2 Tagen 3 gemacht, um den Hühnern noch mehr Eier abzupressen – das ist natürlich nicht mehr mit einer artgerechten Haltung vereinbar – aber den Hühnchen im Winter den Tag auf 13 Stunden zu verlängern, schien zumindest meinen Damen erstmal nichts auszumachen. Später habe ich beschlossen, die Beleuchtung wieder zu reduzieren.

Grundsätzlich steigt mit dem Licht auch das Aktivitätslevel – das lässt sich dank der Videokameras im Hühnerstall sowohl morgens als auch abends beobachten und den Hühner schien das zu gefallen.

Das mit den Lichterketten sieht sehr provisorisch aus, ist allerdings was Lichtfarbe und Wellen angeht vermutlich nicht so schlecht. Hühner sehen sehr viel höhere Frequenzen – d.h. Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen sind für die Hühner eher unangenehm. LEDs sind hierbei unkritisch und was Stromverbrauch angeht auch unkritisch. Mehr Details finden sich im Netz. Weiter praktisch an der Lichterkette ist, dass die einzelnen LEDs nicht blenden und sich durch die vielen Lichtquellen entlang des Kabels gut über den Stall verteilen lassen.

Ich habe meine Lichtphase anfangs mal auf 13 h eingestellt – Start 5 Uhr, Zapfenstreich 18 Uhr. Damit das Licht nicht komplett durchbrennt, habe ich die Steuerung über eine Smart-Home Dose so eingestellt, dass das Licht um 5:00 Uhr startet und 1h nach Sonnenaufgang ausgeht – die Abendphase startet 1h vor Sonnenuntergang und läuft dann bis 18 Uhr. In meinem Smarthome System lassen sich Sonnenunter- und aufgang direkt in Regeln ansprechen. Damit geht das Licht kurz nach Stalltüröffnung aus und geht kurz vor Schließung der Stalltür.

Zur Einordnung des Stromverbrauchs: während der Tränkenwärmer ca. 12 Watt verbraucht, liegt der Verbrauch der Lichterkette bei ca. 4 Watt.

Alternativ zu Lichterketten, lassen sich natürlich auch LED Streifen im Stall anbringen – hier gibt es komplette Systeme inkl. Steuerung für um die 20,- EUR. Die Streifen haben teilweise selbstklebende Rückseiten. Klingt erstmal praktisch – wer allerdings wie ich seinen Stall immer mal wieder mit dem Dampfstrahler behandelt, kommt damit nicht weiter. Vielleicht ist da der Weihnachtsbeleuchtungs-Lichtschlauch geeigneter – die gibt es zur Saison bei den Discountern für knapp über 10,- EUR.

Wer den Hühnern noch den Gefallen tun will und morgens nicht von 0 auf 100 das Licht an- und abends ausknipsen will, muss sich mit einer dimmbaren Lösung auseinandersetzten. Fertige Lösungen liefern hier Aquariumsbeleuchtungen – wer will, kann eine real-time Lichtsimulation vom Amazonas in Lichtfarbe und -intensität im heimischen Hühnerstall nachstellen. Ok, das ist too much aber grundsätzlich bieten die Aquariumssteuerungen eine Luxusvariante zur Lichtsteuerung mit sanften Übergängen.

So und jetzt zur Performance:

Die Legeleistung ist mit der Beleuchtung gestiegen – vorher gabs ca. 1 Winterei pro Tag und jetzt eher 2. Was bei 4 Hennen im legefähigen Alter immer noch nicht genial ist. Hoffe, ihr könnt trotzdem was anfangen mit meiner Beschreibung.

Viel Spaß beim Basteln!

Wer ein besseres Set-up hinbekommt – gerne melden!

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